GENERALKONSULAT VON RUMÄNIEN
in München

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Beratungsangebote in rumänischer Sprache für die rumänischen Staatsbürger im Angestelltenverhältnis in Bayern – Besuch der Generalkonsulin bei der Beratungsstelle „Faire Mobilität“ München

Am 7. August 2018 hat die Generalkonsulin Ramona Chiriac ein Arbeitstreffen mit dem Münchener Team des „Faire Mobilität“-Projektes des DGB-Bundesvorstandes, nämlich mit Nadia Kluge und Sevghin Mayr. Das Projekt-Team hat sich auf die Beratung der EU-Staatsbürger auf dem bayerischen Arbeitsmarkt spezialisiert und arbeitet eng mit den Gewerkschaften zusammen. Der Schwerpunkt liegt bei arbeits- und sozialrechtlichen Themen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Die Kernprobleme der rumänischen Staatsbürger, die in Bayern beruflich tätig sind, beziehen sich auf ein unzureichendes Beherrschen der deutschen Sprache, nicht anerkannten Berufsausbildungen und mangelnde Kenntnisse des deutschen Systems. Das fehlende Wissen über ihre Arbeitnehmerrechte und -Pflichten in Bayern, als auch das Vertrauen in den sogenannten Vermittler bei der Suche nach einem Job endet manchmal in extremen Fällen, wo manche Arbeitnehmer sogar Opfer von Menschenhandel werden. Sie kommen meistens in das Beratungszentrum wegen ausstehenden Löhnen, fristlosen Kündigungen, nicht Gewährung des Urlaubs, unzumutbaren Arbeitszeiten, sanierungsbedürftigen Dienstwohnungen usw.

Das Beratungszentrum Faire Mobilität München unterstützt jährlich etwa 800 Personen, die Beratungsgespräche belaufen sich bei ca. 2000 pro Jahr. Davon stammen 53% aus Bulgarien, 35% aus Rumänien, 10,5% sind aus einem anderen EU-Land 1,5% besitzen andere Nationalität. Auf Bundesebene werden jährlich zirka 7.000 Personen beraten. Die Erweiterung solcher Beratungsangebote sei somit stringent.

Für die Information der rumänischen Staatsbürger hat die Leitung des Generalkonsulats von Rumänien in München die Verteilung der in der rumänischen Sprache verfassten  Informationsmaterialien von Faire Mobilität zugesichert. Die Publikationen enthalten hilfreiche und branchenspezifische Informationen, wie zum Beispiel gezielt für Baugewerbe, saisonabhängige landwirtschaftliche Beschäftigungen, Fleischindustrie oder die Transportbranche. Die Infomaterialien werden auf die offizielle Webseite des Generalkonsulates veröffentlicht.

Die Generalkonsulin hat die Gelegenheit benutzt, um die Informationskampagne der Nationalen Agentur für die Bekämpfung von Menschenhandel „Kenne deine Rechte. Beachte deine Pflichten“ und die kostenlose telefonische Helpline für die Opfer von Menschenhandel zu präsentieren.

„Die rumänischen Staatsbürger, die sowohl in Bayern als auch in der ganzen Bundesrepublik leben und arbeiten, haben die gleichen Rechte wie die deutschen Staatsbürger und die europäischen Staatsbürger. Ab den 1. Januar 2017 wurde der Arbeitsmarkt für die rumänischen Bürger freigegeben, damit haben auch sie das Recht, uneingeschränkt eine Beschäftigung aufzunehmen und auszuüben, wie ein Angehöriger eines Mitgliedstaates. Eine angemessene Information bezüglich der Arbeitsnehmerrechte und –Pflichten in Bayern, die Annahme seriösen und schriftlichen Arbeitsverträgen sowie nicht jedem verbalen Versprechen nachgehen, als auch die freiwillige Registrierung im Konsulat sind Sicherheitsmaßnahmen, die die rumänischen Staatsbürger treffen sollten, wenn Sie ihr Wohnsitz im Ausland verlegen“, so die Generalkonsulin Ramona Chiriac.

Andere nützliche Informationen:

Die Nationale Agentur für die Bekämpfung der Menschenhandel in Rumänien:

http://www.anitp.mai.gov.ro/

Arbeitsrechtauskunft: https://www.fair-arbeiten.eu/ro/ 

Thematische Materiale: http://www.faire-mobilitaet.de/informationen/flyer

 

Das Projekt „Faire Mobilität“ (laut der offiziellen Webseite http://www.faire-mobilitaet.de) hilft, gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus den mittel- und osteuropäischen EU-Staaten auf dem deutschen Arbeitsmarkt durchzusetzen. Die politische Verantwortung für das Projekt liegt beim DGB-Bundesvorstand. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und den DGB-Gewerkschaften.

Im Rahmen des Projekts
...werden Studien erstellt, in der die regelmäßig auftauchenden Probleme mittel- und osteuropäischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer herausgearbeitet, deren Bedarfe an sozialrechtlicher und arbeitsrechtlicher Beratung untersucht und politische Handlungsempfehlungen entwickelt wurden.

...sind sieben Beratungsstellen aufgebaut worden, wo mobile Beschäftigte in ihren Landessprachen arbeitsrechtlich und sozialrechtlich informiert und unterstützt werden. Die Beratungsstellen kooperieren mit vergleichbaren Einrichtungen lokaler Träger und sind Teil eines bundesweit agierenden Netzwerks.

...werden Bildungsmaterialien entwickelt, die über die Situation von mobilen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sensibilisieren und aufklären. Mit den modularen Fortbildungspaketen werden Personal- und Betriebsräte geschult, die in der Regel die ersten Anlaufstellen in den Betrieben und Verwaltungen sind, wenn es um Löhne und Arbeitsbedingungen geht. Außerdem wird das Personal anderer gewerkschaftsnaher Beratungseinrichtungen geschult.

...werden zusätzliche Maßnahmen entwickelt und durchgeführt, die den transnationalen Dialog der Gewerkschaften unterstützen und vertiefen.

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